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Auch an diesem Samstagabend finden in der Zweibrücker Westpfalzhalle wieder zwei tolle Handballspiele der Zweibrücker Löwen als „Doppelveranstaltung“ statt, wenn zunächst um 18 Uhr die Drittligamannschaft der 64er auf die SG H2Ku Herrenberg und im Anschluss daran um 20 Uhr die A-Jugendbundesligatruppe auf den Nachwuchs der Rhein-Neckar-Löwen, nämlich die A-Jugend der SG Kronau-Östringen treffen wird.
Die SG H2K Herrenberg verfolgt in dieser Saison ähnliche Ziele wie die 64er – für beide Mannschaften geht es in erster Linie einmal um den Klassenerhalt. Da die Herrenberger allerdings seit vielen Jahren Dritt- oder sogar Zweitklassig sind, haben sie gegenüber der jungen Zweibrücker Truppe einen nicht unerheblichen Erfahrungsvorsprung.
Im bisherigen Saisonverlauf hat sich die Mannschaft von Trainer Nico Kiener, der auch dem DHB-Trainerstab angehört und dort die Juniorinnen-Nationalmannschaft mit Elisa Burkholder mitbetreut, ganz wacker geschlagen. Im ersten Spiel gab es eine knappe 30:27-Niederlage bei HBW Balingen-Weilstetten, gegen die auch die 64er knapp verloren hatten. Es folgte ein 31:27-Heimsieg gegen den TVG Großsachsen und am letzten Wochenende eine klare Niederlage in Pforzheim. Da allerdings fehlte mit Christian Dürner ihr „Dreh- und Angelpunkt“, wie SV-Coach Stefan Bullacher den linken Rückraumspieler der Herrenberger nach dem Videostudium der bisherigen Drittligaspiele bezeichnete. Im heutigen Gastspiel in der Zweibrücker Westpfalzhalle wird der bislang 14fache Torschütze Dürner aber wieder dabei und seine Mannschaft damit um einiges stärker sein.
„Prunkstück dieser Mannschaft ist allerdings die hervorragende 3:2:1-Abwehrformation, die es den Herrenbergern immer wieder ermöglicht, auch aus dem Konter einfache Treffer zu erzielen“, stellte SV-Trainer Stefan Bullacher die Vorzüge dieser Mannschaft heraus. „Und vorne sind es die drei etatmäßigen Rückraumspieler Christian Dürner, Felipe Soteraz-Merz und Christian Rau, die dem Herrenberger Angriffsspiel Struktur verleihen“.
Die SG H2Ku Herrenberg ist in der Südstaffel der 3. Liga eine der wenigen Mannschaften, gegen die die Bilanz der Zweibrücker Löwen positiv ist. Drei Punkte, bei einem denkbar knappen Torverhältnis von 61:60 Toren hatten die SV-Jungs in der Saison 2012/13 gegen die SG H2Ku herausgespielt – oder besser gesagt erkämpft. Und gerade in kämpferischer Hinsicht sind die Zweibrücker nun auch am heutigen Samstagabend wieder gefordert, wenn es um die beiden wichtigen Heimpunkte gehen wird.
„Wir waren nach der zweiten, sehr unglücklichen Niederlage am letzten Wochenende schon alle sehr geknickt“, stellte SV-Trainer Stefan Bullacher rückblickend auf das Gastspiel in Backnang noch einmal heraus, um daraus dann allerdings auch die Forderung für dieses Wochenende abzuleiten: „Zu Hause müssen wir unser Glück aber einfach auch einmal erzwingen!“
Dabei benötigt die junge Truppe der Zweibrücker Löwen insbesondere auch wieder die Unterstützung der Zuschauer.
Hinsichtlich der Personalsituation hat sich zumindest bei Aris Wöschler eine leichte Verbesserung ergeben, so dass die Hoffnung besteht, dass der Mannschaftskapitän der Zweibrücker Löwen auch an diesem Wochenende vielleicht wieder für einen Kurzeinsatz zur Verfügung stehen wird. Aris Wöschler, Kubo Balaz, Benni Zellmer, Tim Burkholder und Erik Pohland sowie das Betreuerteam der Zweibrücker Löwen verbinden mit der SG H2Ku Herrenberg allerdings noch eine weitere, sehr intensive Erinnerung. Am 6. Oktober jährt sich zum dritten Mal der schwere Unfall auf der B 10, in den der Mannschaftsbus der 64er auf dem Weg zum Drittligaspiel nach Herrenberg verwickelt wurde.

Im Anschluss an das Männerspiel empfängt die männliche A-Jugend der Zweibrücker Löwen dann noch den Tabellennachbarn in der Jugendbundesliga, die SG Kronau-Östringen. Diese Spielgemeinschaft ist allerdings nichts anderes als der Nachwuchs des deutschen Vizemeisters, der Rhein-Neckar-Löwen.
Damit treffen die Zweibrücker Junglöwen am dritten Spieltag bereits zum dritten Mal auf eine A-Jugend eines Teams aus der DKB-Bundesliga, nachdem zunächst FA Göppingen deutlich mit 33:19 geschlagen wurde und auswärts bei der JSG Balingen/Weilstetten eine 32:34-Niederlage heraussprang.
Durchaus Potenzial zur Wiedergutmachung sieht SV-Trainer Tony Hennersdorf somit bei seiner A-Jugend, die zumindest im Abwehrverhalten zuletzt deutlich unter Normalform agiert hatte und deshalb eine eigentlich vermeidbare Niederlage in Balingen quittierte.
„Ich denke aber auch, dass Kronau ein starker Gegner sein wird, der mit einer offensiven Abwehr versuchen wird, unser Angriffspiel aus dem Konzept zu bringen“, sagte Hennersdorf zur Ausgangslage. „Und im Angriff verlassen Sie sich auf die Rückraumachse Keller, Soost und Pagliara in Verbindung mit dem guten Kreisläufer Zeller“.
Von seiner eigenen Mannschaft erwartet der Zweibrücker Trainer „eine klare Steigerung gegenüber dem letzten Spiel in Balingen, im Abwehrverhalten und insbesondere bei der Torhüterleistung“. „Meiner Ansicht nach ist dies auch der Grundstein zu einem weiteren Heimsieg“.

Die Zweibrücker Frauenmannschaft bestreitet am Samstagabend um 20 Uhr das zweite von drei aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen beim Pfalzmeister und Aufsteiger TSG Friesenheim. Dabei sind die Friesenheimerinnen alles andere als ein „normaler Aufsteiger“ in die RPS-Oberliga, denn eigentlich war der Abstieg in der Saison 2013/14 sogzusagen ein leichterer Betriebsunfall, den die Mannschaft im letzten Jahr mit beeindruckenden 44:0 Punkten und 726:405 Toren, also einem Torverhältnis von + 321, wieder ausbügelte. Im Durchschnitt waren die Friesenheimer Frauen also fast 15 Tore besser als ihre Kontrahentinnen in der Pfalzliga. Sie waren allerdings auch als Tabellenzehnter neben vier weiteren Mannschaften abgestiegen, was mit ein ausschlaggebender Grund war, dass sich die verantwortlichen Verbandspräsidenten der vier Landesverbände Rheinhessen, Pfalz, Saar und Rheinland endlich dazu durchgerungen haben, unter den Landesmeistern nun eine Aufstiegsrelegation durchzuführen.
Mit 1:3 Punkten sind die Friesenheimerinnen allerdings dennoch weniger erfolgreich gestartet, als vielleicht zunächst anzunehmen war. Andererseits verloren sie am letzten Spieltag das Ludwigshafener Derby gegen Mundenheim mit 21:24 – und dieses Spiel kann man durchaus verlieren
„Die TSG Friesenheim ist jedenfalls eine starke Mannschaft, die wir keinesfalls unterschätzen werden“, stellte SV-Trainer Rüdiger Lydorf im Vorfeld der Partie heraus. Die Friesenheimer Truppe verfügt über eine ausgewogene Mischung aus jüngeren und erfahreneren Spielerinnen. „Sie haben viele kleinere und schnelle Spielerinnen, die immer wieder in die Lücken stoßen, stellte etwa Nadine Zellmer heraus, die vor fünf Jahren in Friesenheim spielte.
„Um dort zu gewinnen, müssen wir im Angriff auf jeden Fall besser spielen als letzte Woche in Marpingen“, rechnet Lydorf mit einer spannenden Begegnung. „Wir wollen auch den Rückenwind vom letzten Wochenende mit auf den Platz nehmen“, sagte Sarah Witzgall.
Die Stimmung innerhalb der neu formierten Mannschaft ist jedenfalls bestens, der Spaßfaktor und auch der Zusammenhalt des Teams stimmen, was natürlich auch an dem guten Saisonstart der SV-Frauen liegt.
Anpfiff der Begegnung in Friesenheim ist am Samstagabend um 20 Uhr im Sportzentrum der TSG Friesenheim.
Weitere Spiele mit SV-Beteiligung:
Sa. 14 Uhr SV Dm – VTZ-Saarpfalz,
Sa. 15.30 Uhr SV A2m – HG Saarlouis 2,
Sa. 13 Uhr SG St. Ingbert-Kirkel – SV E1, in Kirkel,
Sa. 15.30 Uhr SG Brotdorf-Merzig – SV E2, in Brotdorf,
Sa. 16 Uhr HSG Marpingen/Alsweiler 3 – SV Frauen 2 in Alsweiler
So. 10.30 Uhr SV Cw – TV Merchweiler
So. 12 Uhr SV Bw – SG Ottersheim-Bellheim-Zeiskam,
So. 12 Uhr TV Birkenfeld 2 – SVDw,
So. 13 Uhr SG Bretzenheim – SV C1,
So. 13.15 Uhr SG Kastellaun – SV B1m,
So. 15 Uhr HC Schmelz – SVB2m,
So. 16 Uhr SSV Wellesweiler – SV Männer 3,
So. 17 Uhr Weibern – SVAw, wird verlegt,
So. 17 Uhr TuS Brotdorf – SV Männer 2.