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Erst mit 1 ½ stündiger Verspätung konnte am Mittwochabend das kurzfristig anberaumte Freundschaftsspiel zwischen dem Drittligisten SV 64 Zweibrücken und der A-Nationalmannschaft Kuwaits angepfiffen werden. Grund hierfür war die Vollsperrung der A6, was den Kuwaitis drei Stunden Stau einbrachte.
Die Nationalmannschaft Kuwaits bereitete sich in Ludwigshafen auf die Asien-Spiele vor, der Auftritt in der Zweibrücker Westpfalzhalle war dabei sozusagen die Generalprobe vor dem Abflug.
Mit ihrem sehr offensiven Abwehrsystem waren die Kuwaitis in der Lage, sich nach dem 8:8-Zwischenstand in der 14. Spielminute bis zur Halbzeitpause deutliche Vorteile zu erspielen.
Immer wieder gelang es ihnen, Konter erfolgreich abzuschließen und zur Halbzeit deutlich mit 11:17 vorne zu liegen. Allerdings vergaben die Zweibrücker Löwen in dieser Phase auch reihenweise klarste Einwurfmöglichkeiten, trafen etliche Male nur das Torgebälk, so dass die Begegnung den seltsamen Eindruck vermittelte, dass hier zwar zwei Mannschaften „eigentlich“ auf Augenhöhe spielten, das Ergebnis sich aber doch deutlich zu Gunsten der kuwaitischen A-Nationalmannschaft entwickelte.
Was die Einstellung zum Spiel anbelangt, da hatten die Gäste auf jeden Fall erkennbare Vorteile. Von den ersten Minuten an zeigten die Nationalspieler, dass sie in der Vorbereitung auf ein großes Turnier sind und sich entsprechend empfehlen und aufdrängen wollten. Kuwaits Trainer Tonci Druskovic freute sich zunächst über das sichtliche Engagement seiner Spieler. Demgegenüber gelang es den 64ern – irgendwie auch nachvollziehbar – nicht, die gleiche Motivation an den Tag zu legen. Erkennbar war dies auch an der Tatsache, dass die sich bietenden Chancen nicht mit der nötigen Konsequenz genutzt wurden.
In der zweiten Hälfte gelang den SVlern zunächst bis zur 50. Spielminute eine Ergebniskorrektur zum 19:23-Zwischenstand. Kurz darauf zog sich Naseer Jafar (Nr. 87) eine Knieverletzung zu, als er nach einem Sprungwurf unglücklich landete und wegknickte. Von diesem Unfall zeigten sich die Kuwaitis weniger beeindruckt als die 64er, denn im Schlussspurt bauten die Gäste ihre Führung wieder aus und gewannen schließlich mit 23:31.
Trainer Tonci Druskovic war trotzdem sehr enttäuscht, denn Jafar war sein einziger etatmäßiger rechter Rückraumspieler.
Aus Zweibrücker Sicht standen nach dem Spiel 21 Fehlversuche – aus überwiegend bester Wurfposition - in der Statistik.
Die SV-Tore erzielten: Florian Enders 7/3, Benni Zellmer 4, Jerome Müller 3, Kubo Balaz 2, Jonas Denk 2, Aris Wöschler 2, Michael Mathieu 1, Dorian Vallet 1, Erik Pohland 1.