Auch im letzten Heimspiel dieser Saison gegen die zweite Mannschaft des Zweitligisten FSG Mainz 05/Budenheim waren die Handballfrauen des SV 64 Zweibrücken am Sonntagmittag chancenlos. Weiterhin von Verletzungspech verfolgt, setzte sich die Misserfolgsserie auch am vorletzten Oberligaspieltag fort; die Mannschaft von Trainer Rüdiger Lydorf verlor ihr Heimspiel mit 32:40 (16:18).
An der Motivation der Zweibrückerinnen lag es indessen am Sonntag nicht, dass im Endeffekt nichts Zählbares herauskam. Vielmehr wirkten die Gastgeberinnen verunsichert und nervös.
Und sie vermochten auch in diesem Spiel eine erkennbare Abwehrschwäche nicht zu kaschieren. Ganz im Gegenteil, die mit lediglich einer Auswechselspielerin angetretene Zweitligareserve der FSG Mainz 05 / Budenheim war immer wieder in der Lage, die SV-Defensive auszuspielen, so dass das Zweibrücker Torhütergespann Jana Specht / Nina Jäger durchgängig auf verlorenem Posten stand. Hier machte sich das Fehlen von Torhüterin Daphne Huber schon bemerkbar, die wegen ihrer Zehenbrüche weiterhin nicht mitwirken konnte.
Das eigentliche Ziel der Zweibrückerinnen für das Sonntagspiel, nämlich zum einen die klare Niederlage am zurückliegenden Spieltag beim inzwischen als Meister feststehenden TSV Kandel durch eine gute Leistung vergessen zu machen und zum anderen mit einem Erfolgserlebnis im letzten Oberligaheimspiel aus der Saison zu gehen, glückte nicht. Stattdessen kassierte die Lydorf-Truppe mit der neuerlichen Niederlage gegen Mainz ihre sechste Heimniederlage. Inklusive des 24:24-Unentschiedens gegen Bretzenheim 2 gaben die Gastgeberinnen also insgesamt 13 Heimpunkte ab.
Und genau dies war bereits über die lange Saison hin ein großes Problem, dass nämlich in dieser Spielzeit nie die früher so gefürchtete Heimstärke griff. Vielmehr war es so, dass die SV-Frauen häufiger im Verlaufe der zweiten Hälfte richtiggehend einbrachen, wenn die Sicherheit fehlte.
Dies passierte auch am Sonntagmittag wieder. Bis zum 21:22-Zwischenstand in der 37. Spielminute hatten die Zweibrückerinnen eigentlich gut mitgehalten, dann aber scheiterten die Gastgeberinnen einige Male an der zweiten Torhüterin der Gäste, Helen Kiefer, und schon zogen die Mainzerinnen wieder weg.
Ähnlich war dies auch schon im ersten Durchgang passiert, als nach dem 11:11- bzw. dem 14:15-Zwischenstand einige wenige Torhüterparaden ausreichten, dass sich die Gäste einen zwischenzeitlichen drei-Tore-Vorsprung erarbeitete und somit bis zur Halbzeitpause auf 16:18 wegzogen.
„Ich kann mir das überhaupt nicht erklären, warum wir momentan keine stabilere Abwehrleistung hinbekommen“, war Rüdiger Lydorf nach dem Spiel schon etwas „angefressen“ und ratlos.
Wobei die Gäste zwar mit einem kleinen – aber durchaus feinen Aufgebot angetreten waren, ihre auffälligste Spielerin in Torjägerin Annika Schmidt hatten, die elf Tore zum letztlich deutlichen Auswärtssieg der Gäste beisteuerte. Schmidt wird in der nächsten Saison voraussichtlich nicht mehr in der RPS-Oberliga spielen, sie wechselt zur kommenden Saison zum Zweitligaabsteiger Mainz-Bretzenheim.
Die Mainzerinnen waren im weiteren Verlaufe der Partie ihren Zweibrücker Gegnerinnen in allen Bereichen überlegen, zogen kontinuierlich weg, so dass sich fünf Minuten vor Spielende beim 27:37-Zwischenstand eine echte Klatsche für die Zweibrücker Löwinnen abzeichnete. Jeder Wurf, der in der zweiten Hälfte auf das Zweibrücker Tor kam, der ging auch rein, was durchaus demoralisierenden Charakter hatte. Zumindest im Angriff zeigten die Zweibrückerinnen allerdings phasenweise auch eine ansprechende, erzielten immerhin auch 32 Tore. Die 40 Gegentore taten allerdings schon sehr weh, zumal die Zweibrücker Defensive somit innerhalb einer Woche in zwei Spielen 82 Gegentore kassierte.
Auf einen Blick:
SV 64 Zweibrücken: Jana Specht und Nina Jäger im Tor - Katharina Koch 4, Nadine Zellmer 5, Sarah Witzgall 2 – Lara Schlicker 1, Katharina Handermann 2 – Lisa Paquet 6 – Lucie Krein 9/7, Marion Weick 1, Miriam Schöneich 2.
FSG Mainz/Budenheim II: Yvonne Peter und Helen Kiefer im Tor – Celina Schwarzkopf, Joelle Gieseler 5/1, Annika Schmitt 11/2 – Elena Becker 5, Eva Völker 8/1 – Johanna Holstein 5 – Deborah Simon 6,
Zeitstrafen: 2;2 Minuten - Siebenmeter: 9/7 : 5/4 – Zuschauer: 50 - Schiedsrichter: Hetzel/Scalici (HV Pfalz
Zweibrücker Frauen gegen Mainzer Zweitligareserve chancenlos!
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- Geschrieben von Christian Gauf