Der 30:28 (14:14)-Auswärtssieg beim VTV Mundenheim bedeutet für die Handballfrauen des SV 64 Zweibrücken einen versöhnlichen Abschied einer langen Saison mit zahlreichen verletzungsbedingten Umwägbarkeiten.
Am Samstagmittag mussten die Zweibrückerinnen jedenfalls noch den Ausfall von Nadine Zellmer verkraften, die sich beim Aufwärmen verletzte. Damit umfasste das „Lazarett“ schließlich mit Laura Witzgall, Anne Wild, Daphne Huber und Nadine Zellmer vier Leistungsträgerinnen, die in dem sehr harten und umkämpften Spiel verletzungsbedingt fehlten.
„Heute bin ich stolz auf die Mannschaft, die sich in der zweiten Hälfte in das Spiel reingekämpft hat, obwohl wir häufig in Unterzahl spielen mussten. Die Mannschaft hat sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen lassen und schließlich immer gute Lösungen gefunden“, sagte SV-Trainer Rüdiger Lydorf zur Leistung seiner Mannschaft im letzten Saisonspiel. „Grundsätzlich freuen wir uns jetzt aber alle erst einmal auf die längere Handballpause!“
Den wesentlich besseren Start in dieses Spiel erwischten am Samstagmittag die Gastgeberinnen, die sich nach einem 3:3-Zwischenstand bis zur zwölften Minute auf 10:5 abzusetzen vermochten.
Nach einem Team-Time-out, einer Abwehrumstellung und der Einwechslung von Ina Sohns stand die Zweibrücker Defensive fortan wesentlich besser, verteidigte nun konsequenter und erkämpfte sich so auch immer wieder wichtige Ballgewinne.
Dass sich die SV-Frauen bis zur Halbzeitpause sogar wieder heran gekämpft hatten, beim 11:11-Zwischenstand erstmals wieder auf Augenhöhe waren und kurz vor der Halbzeitpause auch das Tor zum 14:14-Pausenstand erzielten, ist ein Beleg für die große Moral der Zweibrückerinnen – zumindest in diesem Spiel!
Gerade in dieser Hinsicht hatte Lydorf seiner Mannschaft gegenüber in den zurückliegenden Wochen ja durchaus hin und wieder auch ganz deutliche Worte sagen müssen.
In der zweiten Hälfte dominierten dann die SV-Frauen, oder waren zumindest in der Lage, regelmäßig vorzulegen und somit den Druck auf die Gastgeberinnen deutlich zu erhöhen. Und obwohl sie alle sieben Zeitstrafen dieser Begegnung in der zweiten Hälfte erhielten, damit nach der Pause zehn Minuten gegenüber den Gastgeberinnen in Unterzahl agieren mussten, lagen sie bis zur Schlussphase fast immer mit einem oder zwei Toren in Front.
Trotzdem drohte das Spiel in der Schlussphase dann wieder zu kippen, als den Gastgeberinnen nach dem 24:26-Rückstand drei Tore in Serie gelangen und sie fortan wieder in der deutlich besseren Ausgangslage waren.
Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, mit großem Kampfgeist und einer sich in der Schlussphase deutlich steigernden Jana Specht im SV-Tor erkämpften die SV-Frauen erneut eine Wende, drehten die temporeiche Begegnung kurz vor Schluss nach dem 28:27 und freuten sich nach dem knappen 28:30-Auswärtssieg – auch über die beiden Punkte und schließlich Rang 6 in der Oberligaabschusstabelle.
„Heute haben wir auch zu Fünft das Feld im Mundenheimer Schulzentrum gerockt“, freute sich beispielsweise auch Lara Schlicker mit Blick auf die vielen Zeitstrafen in der zweiten Hälfte.
Ähnlich sah es Katharina Koch, die den großen Zusammenhalt in der Mannschaft herausstellte: „Das hat heute jedenfalls viel Spaß gemacht“.
Bezogen auf die gesamte Saison war Rüdiger Lydorf nicht ganz zufrieden. Da nämlich störten ihn doch die vielen Auf‘s und Ab‘s im Laufe der Saison, wobei ja wirklich auch das Verletzungspech der SV-Mannschaft ganz schön zusetzte.
„Uns hat zu oft noch die Konstanz gefehlt“, resümierte Lydorf. „Daran müssen wir zusammen arbeiten“.
Auf einen Blick:
VTV Mundenheim: Katrin Meiszis im Tor – Marlen Wehr 8/2, Kristina Schmieder 6, Frederike Götz 6, Sofie Heiser 3, Sophie Götz 3/2, Sabine Winkelmann 1, Kim Böhme 1, Katharina Sessler und Anna Butz.
SV 64 Zweibrücken: Jana Specht und Nina Jäger im Tor – Lucie Krein 10/1, Lisa Paquet 7, Miriam Schoeneich 4, Katharina Handermann 2, Ina Sohns 2, Katharina Koch 2, Sarah Witzgall 2, Lara Schlicker 1, Marion Weick, Levke Worm und Nadine Zellmer.