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Die Zweibrücker Handballfrauen gewannen ihr Saisonauftaktspiel gegen die VTV Mundenheim am Samstagabend deutlich mit 35:27 (16:16) und setzten sich mit diesem klaren Heimsieg zunächst einmal an die Tabellenspitze der RPS-Oberliga.
Aus Zweibrücker Sicht war in diesem Spiel allerdings eine klare Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte von Nöten, nachdem beide Mannschaften im ersten Durchgang ein hohes Tempo angeschlagen, beide aber in der Defensive auch nicht die richtige Einstellung gefunden hatten.
Dies wiederum hatte zur Folge, dass die erste Hälfte komplett ausgeglichen verlief, über die 4:4- und 9:9-Zwischenstände in der siebten bzw. 13. Spielminute zum 16:16-Halbzeitstand führte.
Dass seine Mannschaft hier weit unter ihren Möglichkeiten geblieben war, ärgerte SV-Trainer Rüdiger Lydorf enorm.
Nach der Pause kam seine Mannschaft dann ein ganzes Stück konzentrierter auf’s Feld zurück, wobei Lydorf in der zweiten Halbzeit aber auch einige geringfügige Änderungen vornahm. Die griffen dann insbesondere in der Defensive. Denn fortan funktionierte die 3:2:1-Abwehrformation, erkämpften sich die Zweibrücker Löwinnen immer wieder Ballgewinne, die sie schließlich auch zu einfachen Gegenstoßtoren nutzten. Waren beide Teams bis zur Halbzeit also „noch komplett auf Augenhöhe“, so bestätigte sich nach der Pause Lydorfs Vermutung – oder zumindest Hoffnung - dass nämlich die mit kleinem Kader und lediglich zwei Auswechselspielerinnen angereisten Mundenheimerinnen das unter anderem auch von ihnen selbst angeschlagene Tempo nicht über 60 Minuten mitzugehen vermochten. Hier machte sich das intensive Training der Zweibrückerinnen während der Vorbereitung bemerkbar – und die Tatsache, dass die Lydorf in personeller Hinsicht am Samstagabend „aus dem Völlen schöpfen konnte“, immer wieder auch „ausgeruhtes“ Personal einwechseln konnte, obwohl beispielsweise mit Laura Witzgall, Anne Wild, Levke Worm und Jana Specht auch in Lydorfs Oberligarkader „Ausfälle“ zu verzeichnen waren.
„In der ersten Halbzeit haben wir allerdings auch noch nicht umgesetzt, was wir uns eigentlich vorgenommen hatten“, war der Zweibrücker Trainer, der in seine zweite Spielzeit mit den SV- Frauen startet, da erwartungsgemäß auch noch nicht zufrieden.
Seine Gesichtszüge lockerten sich dann allerdings im zweiten Durchgang von Minute zu Minute auf. Denn nun präsentierte sich die SV-Defensive als bewegliche Einheit, machte es Torhüterin Nina Jäger, die Mitte des ersten Durchgangs für Daphne Huber gekommen war, erkennbar leichter, sich ebenfalls auszuzeichnen.
„Da haben wir aber auch so gespielt, wie wir es besprochen – und wie ich es von meiner Mannschaft auch erhofft hatte“, so der Zweibrücker Trainer.
Kraftsparend war es allemal, denn häufig tauchten die Zweibrückerinnen nun alleine vor Mundenheims Torhüterin Katrin Meiszis auf. Dabei verwerteten sie die sich ihnen bietenden Konterchancen gnadenlos.
Insbesondere Spielmacherin Lucie Krein zeigte hier eine tolle Leistung, war schließlich mit elf Treffern auch erfolgreichste Zweibrücker Torschützin.
In der Schlussphase schalteten die Zweibrückerinnen dann nochmal etwas zurück und gestattenen den Gästen nochmals eine leichte Ergebniskorrektur. Zweibrückens Neuzugang Annika Birringer, die nach einem Jahr in Norwegen zu den SV-Frauen „zurückkehrte“, nachdem sie im Mai 2015 noch an den Bundesligaqualifikationsspielen teilgenommen hatte, feierte einen gelungenen Einstand und steuerte drei Treffer zum letztlich klaren 35:27-Heimsieg bei.

Auf einen Blick:
SV 64 Zweibrücken:
Daphne Huber, Nina Jäger (ab 15.) im Tor – Katharina Koch 7/2, Lucie Krein 11/2, Annika Birringer 3 – Lara Schlicker 1, Katharina Handermann 2 - Lisa Paquet 4 – Miriam Schöneich 2, Carla Wiegand 1, Nadine Zellmer 2/2, Sarah Witzgall 1, Ina Sohns 1.
VTV Mundenheim: Katrin Meiszis im Tor – Kristina Schmieder 2, Sabine Winkelmann 3, Frederike Götz 5 – Ann-Kathrin Müller 6, Kim Böhme 4/4 – Klara Köbele 4 – Anna Butz 2, Sofie Heiser 1.
Zeitstrafen: 10:4 Minuten - Siebenmeter: 8/6 - 4/4 - Zuschauer: 100 - Schiedsrichter: Hoffmann/Hummel (HV Rheinhessen).