Zum 30. Mal veranstaltet der HSV Merzig-Hilbringen kurz nach Weihnachten sein internationales Handballturnier für A-Jugendnationalmannschaften. Wie in den letzten Jahren firmiert dieses Turnier dabei als „Sparkassen-Cup“. Die Turnierspiele finden vom Dienstag, den 27. bis Donnerstag, den 29. Dezember 2016 in der Merziger Thielsparkhalle statt. Insgesamt sieben Nationalmannschaften der Jahrgänge 1998/1999, wollen sich dabei auch auf die im kommenden Sommer in Georgien stattfindende Weltmeisterschaft vorbereiten. Diese findet im August, nämlich zwischen dem 7. und 20. August 2017 statt. Komplettiert wird dieses Teilnehmerfeld dann wie üblich durch die Saarauswahl.
In der Gruppe A treffen dort die Teams aus Dänemark, Island Polen und des HV Saar aufeinander, in der Gruppe B sind der „Titelverteidiger“ Deutschland, die Schweiz, Niederlande und Norwegen zusammen gelost. Die Spielzeit in den Vorrundenspielen beträgt jeweils 2 x 25 Minuten, die am Finaltag stattfindenden Halbfinal-, Platzierungs- und Endspiele werden in der normalen Spielzeit von 2 x 30 Minuten ausgetragen.
Für die Nationalmannschaft wurde mit Marc-Robin Eisel auch der Spielmacher der JBLH-Truppe der Zweibrücker Löwen nominiert, der in der zurückliegenden Saison auch schon einige Spiele in der 3. Liga absolvieren durfte. Diese Einladung durch Bundestrainer Jochen Beppler zu einem offiziellen Turnier ist für den sympatischen Rechtshänder die bislang größte sportliche Auszeichnung, nachdem er im Sommer und Herbst bereits an zwei Lehrgängen der Jugendnationalmannschaft teilnehmen durfte.
Für die Saarauswahl, bei der traditionsgemäß auch Spieler des „ein Jahr darüber liegenden Jahrgangs“, in diesem Jahr also des Jahrgangs 1997, eingesetzt werden dürfen, haben die beiden Trainer Dirk Mathis und Christian Schwarzer für den vorläufigen, 23 Spieler umfassenden Kader auch 13 Spieler der Zweibrücker Löwen nominiert, nämlich Torhüter Benedikt Berz, Nils Wöschler, Tobi Alt und Patrick Bach aus dem „97er“-Jahrgang, dann Tom Grieser und Christopher Huber aus dem „98er“-Jahrgang.
Aus dem Jahrgang 1999 sind Yannick Mangold, Tim Schaller, Kian Schwarzer und Robin von Lauppert mit dabei und aus dem „älteren“ B-Jugendjahrgang 2000 sind noch Sebastian Meister, Felix Dettinger und Frederik Bohm nominiert.
Ebenfalls im Aufgebot sind mit Lars Weißgerber von der HG Saarlouis ein aktueller Juniorennationalspieler und mit Max Hartz auch ein Spieler von der VTZ-Saarpfalz. Auch diese beiden Spieler gehören dem „97er“ Jahrgang an.
Die lange verletzten Alessandro Lehr und Niklas Bayer spielten in diesem Jahr keine Rolle, können somit auch zwischen den Feiertagen ihre Verletzungen auskurieren. Möglicherweise werden allerdings auch weitere Spieler eben diese Gelegenheit nutzen, um nach der sehr langen und intensiven Hinrunde, mit teilweise regelmäßiger Doppelbelastung in Form von Spielen in der JBLH auf der einen sowie Spielen im Drittliga-, Saarlandliga- oder B-Jugendteam auf der anderen Seite, ihre Verletzungen auszukurieren oder einfach einmal auch nur eine erholsame Trainings- und Spielpause einzulegen.
Welche Bedeutung der Merziger Sparkassen-Cup im internationalen Jugendhandball zwischenzeitlich hat, verdeutlicht auch ein Blick in die „Historie“ der Veranstaltung. Zahlreiche Weltklasseakteure waren in Merzig als Jugendliche dabei, wie beispielsweise die Welthandballer der Jahre 2007, Nickola Karabatic oder 2011, Mikkel Hansen, oder eben auch die weiteren Weltklassespieler, wie Nicklas Landin oder Johannes Bitter im Tor –die beiden Halblinken Pascal Hens oder Blazenko Laczkovic, die Spielmacher Aron Palmarson oder Thomas Mogensen, im rechten Rückraum die beiden Kieler Christian Seitz und Steffen Weinhold, auf Linksaußen Uwe Gensheimer oder Anders Eggert, Rechtsaußen Luc Abalo, Lasse Svan Hansen oder Patrick Groetzki sowie als Kreisläufer die Weltstars Igor Vori, Jesper Noddesbo oder Rene Toft Hansen, Spieler also, die Olympiasieger, Welt- und Europameister wurden und mit ihren jeweiligen Vereinsmannschaften auch zahlreiche Champions-League-Titel eingespielt haben.