Ein ganz irres Spiel mit einem sonderbaren Spielverlauf als Grundlage sowie eine völlig verunsicherte Zweibrücker Frauenmannschaft und ein konsterniert wirkender Zweibrücker Trainer Rüdiger Lydorf waren am Samstagabend die Folgen einer weiteren, ganz knappen Auswärtsniederlage der Zweibrücker Löwinnen. Dieses Mal verloren sie ein Schlüsselspiel im Abstiegskampf beim Tabellennachbarn VTV Mundenheim quasi mit dem Schlusspfiff mit 22:21 (6:14).
Ärgerlich war dies aus Sicht der Zweibrückerinnen insbesondere deshalb, weil sie eigentlich stark begonnen hatten, nach den guten Leistungen in den letzten Spielen auch am Samstagabend zunächst eine sehr überzeugende Darbietung abgeliefert hatten. Bei Halbzeit lagen die SV-Frauen nämlich bereits mit 14:6 vorne und alles deutete auf einen weiteren Auswärtssieg hin.
Die Grundlage für die klare Pausenführung hatten die Zweibrückerinnen durch eine starke Abwehrleistung vor der aufmerksamen Jana Specht im SV-Tor gelegt. Außerdem gelang es ihnen einerseits, die eigenen Angriffe gut auszuspielen, andererseits viele Tempogegenstöße erfolgreich abzuschließen.
„Ich habe sowas noch nicht erlebt“, wirkte der Schock dieses Spieles aber auch noch Stunden nach Spielende beim Zweibrücker Trainer nach. „In meiner langen Karriere als Spieler und Trainer kann ich mich nicht erinnern, einmal solch zwei unterschiedliche Leistungen in zwei Halbzeiten einer Begegnung erlebt zu haben“, ärgerte sich Lydorf über den deutlichen Leistungsabfall seiner Mannschaft.
Denn die war in den letzten 20 Spielminuten nach einer weiterhin klaren 17:11-Führung tatsächlich komplett eingebrochen.
Unerklärliche Fehlversuche, zahlreiche technische Fehler und ein ganz schlechtes Rückzugsverhalten der SV-Frauen waren in dieser Phase des Spieles auf Mundenheimer Seite der Schlüssel, um zum eigenen Spiel zurückzufinden.
Es war allerdings weniger Mundenheimer Qualität, sondern vielmehr Zweibrücker Unvermögen, was letztlich den Umschwung in dieser Begegnung brachte. Beim 17:11-Zwischenstand lagen die SV-Frauen letztmalig mit sechs Toren in Führung.
„Danach schien es, als hätten wir Angst davor, unsere Spiele zu gewinnen. Anders kann ich mir solche Einbrüche wie heute eigentlich nicht erklären“, ärgerte sich Lydorf über den deutlichen Leistungsabfall seiner Mannschaft. Der gelang jedenfalls nach dem Seitenwechsel kaum noch ein klarer Spielaufbau im Angriff ; und es wurden viele einfache Bälle verworfen.
So kam es, wie es kommen musste; Mundenheim vermochte in der letzten Minute den Ausgleichstreffer zum 21:21 zu erzielen. Die SV-Frauen kamen nochmals in Ballbesitz und Lydorf nahm sein Team-Time-out. Der Zweibrücker Siegtreffer fiel allerdings nicht mehr. Vielmehr gelang den Gastgebern kurz vor dem Schlusspfiff noch das Tor zum 21:22-Endstand!
„Jetzt kommt mit der HSG Hunsrück am nächsten Sonntag der stärkste Aufsteiger“, sagte Lydorf abschließend: „Und das ist auch eine sehr gute Mannschaft, die auf Grund der Spielpause sechs Wochen Zeit hatte, sich auf das Spiel vorzubereiten. Es bleibt abzuwarten, wie wir uns von den letzten Punktverlusten erholen“.
So spielten sie:
SV 64-Frauen: Jana Specht und Daphne Huber im Tor – Ina Sohns 4/4, Katharina Handermann 4, Lara Schlicker 4, Lisa Paquet 3, Miriam Schöneich 2, Levke Worm 2, Anne Wild 1.
Zeitstrafen: 4:10 Minuten - Siebenmeter: 8/6 - 4/4 - Schiedsrichter: Frank und Stolle.
SV-Frauen mit unglücklicher Niederlage!
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- Geschrieben von Christian Gauf