„Die Luft war erkennbar raus“, stellte SV-Trainer Tony Hennersdorf am Sonntagabend nach dem letzten Spiel der Zweibrücker Junglöwen in der laufenden Saison der A-Jugendbundesliga heraus.
Dabei war auch bei ihm eine gewisse Enttäuschung über das Abschneiden seiner Mannschaft
in den letzten Saisonspielen deutlich anzumerken.
Die 64er verloren nämlich auch dieses letzte Saisonspiel gegen den Tabellenzehnten SG Ottenheim/Altenheim mit 34:37 (15:20). „Wir hätten das heute locker gewinnen können“, ärgerte sich Hennersdorf über die lasche Spielweise seiner Jungs, insbesondere in der Defensive. Ähnlich wie in der Vorwoche hatten die Junglöwen ihren Keeper Alessandro Lehr zu häufig „alleine gelassen“.
Somit beendeten die Junglöwen die Saison in der Südstaffel der Jugendbundesliga als Tabellenfünfter mit 25:19 Punkten, punktgleich mit dem Sechsten HSG Ostfildern und dem Siebten SG Pforzheim-Eutingen.
Dass jedoch viel mehr drin gewesen wäre, verdeutlichen insbesondere auch die beiden Siege gegen den Vizemeister HBW Balingen-Weilstetten, der sich somit für die Viertelfinalspiele um die deutsche A-Jugendmeisterschaft qualifizierte.
Im Prinzip bleibt trotz der Tatsache, dass sich die Mannschaft sogar relativ frühzeitig, nämlich bereits am drittletzten Spieltag die Zugehörigkeit für ein weiteres Jahr in der höchsten Jugendspielklasse gesichert hatte, der fade Beigeschmack, am Ende nicht das Optimum erreicht zu haben. „Leider haben wir durch drei Niederlagen in den letzten vier Spielen den dritten Platz verspielt“, kommentierte SV-Trainer Tony Hennersdorf diesen Sachverhalt.
Diese Spitzenplatzierung allerdings war bereits nach dem völlig missratenen Saisonstart und 0:8 Punkten ohnehin kaum mehr zu schaffen. Nur die sensationell anmutende Serie von 15:1 Punkten brachte die SVler dann doch noch einmal in Schlagdistanz zu den Spitzenteams zurück, sorgte für eine Aufholjagd vom letzten auf den dritten Tabellenplatz der JBLH am letzten Spieltag vor Weihnachten.
Wegen der kleinen Ergebniskrise zu Ende der laufenden Saison, mit den kuriosen Spielverläufen in Göppingen oder zu Hause gegen die JSG Echaz-Erms, in denen eine neun- bzw. eine sieben-Tore-Führung vergeben wurde, wurden dann tatsächlich bessere Platzierungen verschenkt.
Andererseits ist als Entschuldigung in diesem Zusammenhang die Tatsache anzuführen, dass nahezu alle Spieler der Junglöwen eine echte Doppelbelastung hatten und neben der Jugendbundesliga entweder in der 3. Liga, der Männer-Saarlandliga oder B-Jugend-RPS-Oberliga spielten.
Im letzten Saisonspiel gegen die SG Ottenheim/Altenheim, die sich als Tabellenzehnter nicht direkt für die kommende Bundesligasaison qualifizierte und die auch nicht für die Bundesliga-Qualifikationsrunde meldete, verloren die SVler erneut. Dabei gingen die Gastgeber dieses auf längere Sicht letzte JBLH-Spiel mit großer Motivation an. Und genau in dieser Hinsicht waren die Gastgeber den SV-Jungs dann auch klar überlegen. Dies überraschte auch deshalb, weil sich mit Marvin Schilling einer der wichtigsten SG-Spieler recht frühzeitig verletzt hatte.
Die SG-Angreifer konnten sich jedenfalls über große Freiräume freuen, die ihnen von der SV-Defensive angeboten wurden. Und diese Freiräume nutzten die Gastgeber dann auch weidlich aus. So entwickelte sich ein temporeiches, sehr faires Spiel, in dem beide Teams über 50 Angriffe starteten – vom Anpfiff weg waren die Gastgeber hier allerdings wesentlich erfolgreicher, was dann eben auch Auswirkungen über Sieg oder Niederlage hatte. „Wir haben jedenfalls erst in der Schlussphase angefangen Handball zu spielen“, merkte SV-Trainer Tony Hennersdorf hier noch einmal an.
Auf einen Blick:
SG Ottenheim/Altenheim: Nico Gärtner und Paul Klumpp im Tor – Tobias Biegert 8, Moritz Strosack 8, Simon Rudolf 7/2, Jan Pappart 6, Joshua Denz 4, David Teufel 3, Lennart Kugler 1, Alexis Löffler, Marvin Schilling, Julian Vetter, Simon Pfliehinger,
SV 64 Zweibrücken: Alessandro Lehr, Yannick Mangold im Tor – Christopher Huber 5, Marc-Robin Eisel 6, Tom Grieser 1 – Mike Finkler 2, Tim Schaller 9/5 – Kian Schwarzer 3 – Robin von Lauppert 1, Sebastian Meister 2, Philipp Meiser 3, Felix Dettinger 1.
– Siebenmeter: 2/2 – 5/5 – Zeitstrafen: 6:4 Minuten, Rote Karte: Teufel (37./dritte Zeitstrafe) – Zuschauer: 110 – Schiedsrichter: Brandt/Fleisch (HV Württemberg).
Junglöwen schließen Saison in der JBLH als Tabellenfünfter ab und sichern sich ein weiteres Jahr in der höchsten deutschen Spielklasse!
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- Geschrieben von Christian Gauf