Auch gegen den Tabellenfünften TVG Großsachsen haben die Zweibrücker Löwen am Samstagabend wieder den Nachweis erbracht, dass in dieser Saison mehr drin gewesen wäre, dass sie eigentlich schon in der Lage sind, in der dritten Liga mitzuhalten. Das 28:28 (12:14)-Unentschieden war jedenfalls das sechste Unentschieden dieser Rückrunde und Beleg für diese These.
Im Prinzip hatte es in der Hinrunde einfach zu lange gedauert, bis sich die junge Mannschaft nach dem enormen Aderlass durch die Abgänge von fünf Stammspielern wieder zu einer Einheit gefunden hatte. Sicher wenig förderlich waren in diesem Zusammenhang die teilweise sehr langwierigen und schweren Verletzungen von Leistungsträgern – insbesondere schon in der Hinserie.
Ohnehin angetreten mit dem jüngsten Spielerkader aller Drittligisten, mit den drei A-Jugendlichen Tom Grieser, Niklas Bayer und Christopher Huber sowie vier Spielern des Jahrgangs 97, die also auch in der Vorsaison noch A-Jugend gespielt hatten, mussten im Laufe der Saison dann mit Jugendnationalspieler Marc-Robin Eisel, Kian Schwarzer und Tim Schaller auch noch drei Spieler des Jahrgangs 99 „aufrücken“, um der Verletzungsproblematik „Herr zu werden“. Es war klar, dass diese Jungs Erfahrungen sammeln sollten und es war klar, dass mit solch einer jungen Mannschaft ein Klassenerhalt in der 3. Liga enorm schwer werden würde. Der Vereinsführung der 64er war allerdings auch klar, dass diese Spieler dann auch ganz wichtige Erfahrungen sammeln würden, dass sie sich weiterentwickeln können. Die Tatsache, nun auch schon seit drei Jahren eine JBLH-Truppe in der Hinterhand zu haben, war hier einfach enorm wichtig.
Nachdem die 64er mit ihrer jungen Truppe fast die gesamte Hinrunde benötigt hatten, um sich an diese Liga, an die Leistungsstärke der gegnerischen Mannschaften zu gewöhnen, sind sie inzwischen in der Lage, mitzuhalten, ist die junge Löwentruppe zum Saisonende hin tatsächlich „in der Liga angekommen“ und holt jetzt auch Punkte gegen Teams, gegen die man in der Hinserie noch völlig chancenlos war.
So eben auch am letzten Wochenende gegen den Tabellendritten TGS Pforzheim oder in diesem Spiel gegen den Fünften TVG Großsachsen.
Mit 12:46 Punkten belegen sie zwar weiterhin den letzten Tabellenplatz, alleine die Tatsache, dass sie in der Rückrunde aber bereits sechsmal Unentschieden spielten, zeigt, wie nahe sie am erneuten Klassenerhalt dran gewesen sind. Zumal fünf weitere Spiele nur mit drei oder weniger Toren Unterschied verloren wurden.
Dass sich die 64er mit ihrer aggressiven und recht offensiv ausgerichteten 3:2:1-Abwehrformation insofern gegnerischen Respekt verdienten, dass kaum jemand gerne gegen diese Abwehr spielen wollte, war rückblickend betrachtet durchaus als Anerkennung und Lob zu werten.
Auch gegen Großsachsens starke Rückraumreihe mit Jan Triebskorn (161 Tore) im rechten und Philipp Schulz (119 Tore) im linken Rückraum, behauptete sich die junge SV-Abwehr hervorragend.
Sicher half ihnen dabei, dass mit Jonas Gunst der Spielmacher und mit Kreisläufer Philipp Ulrich die wichtige Mittelachse im Gäste-Angriff verletzungsbedingt fehlte.
Und es half ihnen weiterhin, dass sie auch in diesem Spiel wieder einen etwas breiteren Kader aufbieten konnten und sich somit im Schlussspurt erneut einen Punktgewinn erkämpften. Denn wie bereits am vergangenen Wochenende, als sich die 64er in der letzten Spielminute nach einem zwei-Tore-Rückstand noch ein Unentschieden erkämpften, war dies auch gegen den Tabellenfünften wieder der Fall.
Tom Grieser in der 59. Spielminute und Philipp Hammann per Tempogegenstoß nach einem „Lattenkracher“ Philipp Schulz‘, sorgten auch in diesem Spiel noch für einen erfreulichen Punktgewinn, der jungen SV-Truppe, den diese auch wieder entsprechend bejubelte.
Dabei hätten die 64er auch in diesem Spiel viel früher alles klar machen können. Auch in diesem Spiel vergaben sie in der Schlussphase – völlig freistehend – beste Torchancen, wie beispielsweise die ansonsten sehr treffsicheren Benni Zellmer in der 53. oder Philipp Hammann in der 54. Spielminute alleine vor dem ebenfalls guten Torhüter Fraefel. Wären diese Chancen reingegangen, wäre es den Gästen eben nicht gelungen, durch eine Dreierserie zwischen der 53. und 55. Spielminute zum 25:27-Zwischenstand zu gelangen. Der an diesem Abend mit zehn Toren beste Großsachsener Spieler, Linksaußen Robin Unger, mit zwei sowie Jan Triebskorn mit einem Treffer, erzielten hier die Tore.
Es ist sicher auch in dieser Hinsicht ein Lernprozess der jungen SV-Truppe, dass sie in dieser Phase des Spieles – anders noch als in der Hinrunde, als solch knappe Spiele noch allesamt verloren wurden – dagegen hielten, an sich glaubten, weiter kämpften und sich damit zumindest mit einem Zähler selbst belohnten.
Dass Tom Grieser 15 Sekunden vor Spielende noch seine dritte Zeitstrafe erhielt, die SVler in Unterzahl die letzten Aktionen überstehen mussten, bestätigt weiterhin, dass sich die Zweibrücker Löwen weiter entwickelt haben.
Auch in taktischer Hinsicht war diese Partie für die Zuschauer, unter ihnen auch der Zweibrücker Oberbürgermeister Kurt Pirmann, durchaus interessant. Denn Gästetrainer Stefan Pohl hatte auf die Verletzungsproblematik bei seiner Mannschaft, möglicherweise aber auch im Hinblick auf die anerkannt gute Abwehrarbeit der offensiv ausgerichteten Zweibrücker Formation von der ersten Minute an im eigenen Angriff seinen Torhüter zugunsten eines siebten Feldspielers „rausgenommen“. Und anders noch als im Pokalfinale, als die 64er diese Situation nicht zur Zufriedenheit ihres Trainers Tony Hennersdorf gelöst hatten, klappten die Absprachen in diesem Spiel gut, verschoben die SVler schnell und beweglich und erkämpften sich Ballgewinne.
Allerdings erzielten sie dabei nur einen Treffer „ins verwaiste“ Großsachsener Gehäuse, scheiterten ansonsten einige Male im Ballvortrag. Dennoch gab Pohl diese taktische Variante bereits in der sechsten Spielminute wieder auf und es entwickelte sich dann ein spannendes Spiel zweier an diesem Abend gleichwertigen Mannschaften, mit wechselnden Führungen und letztlich einem leistungsgerechten Unentschieden. „Heute hat man wieder gesehen, wozu unsere junge Mannschaft eigentlich fähig ist“, freute sich Hennersdorf über diesen Punktgewinn, haderte aber auch schon ein wenig, dass es eben nicht zum Klassenerhalt gereicht hat.
Auf einen Blick:
SV 64 Zweibrücken:
Benedikt Berz und Rok Selakovic (bei einem 7m) im Tor – Tom Grieser 1, Nils Wöschler 2, Christopher Huber 4 – Benni Zellmer 4, Philipp Hammann 6 – Kian Schwarzer 4 – Dennis Götz 4/3, Marc Robin Eisel 2, Tomas Marusak 1, Tim Schaller, Max Sema, David Oetzel.
TVG Großsachsen:
Marius Fraefel und Sandro Sitter (bei einem 7m) im Tor – Jan Triebskorn 5, Denny Purucker 4, Philipp Schulz 3 – Simon Spilger 2, Robin Unger 10/3 – Alexej Rybakov 1, Jannik Schneider – Jan Straub, Michell Hildebrandt.
Zeitstrafen: 10:8 Min., rote Karte: Grieser (59.), Siebenmeter: 3/3 – 4/3, Zuschauer: 290 Schiedsrichter: Philip Jung / Dr. Mickel Washington.
Im Prinzip hatte es in der Hinrunde einfach zu lange gedauert, bis sich die junge Mannschaft nach dem enormen Aderlass durch die Abgänge von fünf Stammspielern wieder zu einer Einheit gefunden hatte. Sicher wenig förderlich waren in diesem Zusammenhang die teilweise sehr langwierigen und schweren Verletzungen von Leistungsträgern – insbesondere schon in der Hinserie.
Ohnehin angetreten mit dem jüngsten Spielerkader aller Drittligisten, mit den drei A-Jugendlichen Tom Grieser, Niklas Bayer und Christopher Huber sowie vier Spielern des Jahrgangs 97, die also auch in der Vorsaison noch A-Jugend gespielt hatten, mussten im Laufe der Saison dann mit Jugendnationalspieler Marc-Robin Eisel, Kian Schwarzer und Tim Schaller auch noch drei Spieler des Jahrgangs 99 „aufrücken“, um der Verletzungsproblematik „Herr zu werden“. Es war klar, dass diese Jungs Erfahrungen sammeln sollten und es war klar, dass mit solch einer jungen Mannschaft ein Klassenerhalt in der 3. Liga enorm schwer werden würde. Der Vereinsführung der 64er war allerdings auch klar, dass diese Spieler dann auch ganz wichtige Erfahrungen sammeln würden, dass sie sich weiterentwickeln können. Die Tatsache, nun auch schon seit drei Jahren eine JBLH-Truppe in der Hinterhand zu haben, war hier einfach enorm wichtig.
Nachdem die 64er mit ihrer jungen Truppe fast die gesamte Hinrunde benötigt hatten, um sich an diese Liga, an die Leistungsstärke der gegnerischen Mannschaften zu gewöhnen, sind sie inzwischen in der Lage, mitzuhalten, ist die junge Löwentruppe zum Saisonende hin tatsächlich „in der Liga angekommen“ und holt jetzt auch Punkte gegen Teams, gegen die man in der Hinserie noch völlig chancenlos war.
So eben auch am letzten Wochenende gegen den Tabellendritten TGS Pforzheim oder in diesem Spiel gegen den Fünften TVG Großsachsen.
Mit 12:46 Punkten belegen sie zwar weiterhin den letzten Tabellenplatz, alleine die Tatsache, dass sie in der Rückrunde aber bereits sechsmal Unentschieden spielten, zeigt, wie nahe sie am erneuten Klassenerhalt dran gewesen sind. Zumal fünf weitere Spiele nur mit drei oder weniger Toren Unterschied verloren wurden.
Dass sich die 64er mit ihrer aggressiven und recht offensiv ausgerichteten 3:2:1-Abwehrformation insofern gegnerischen Respekt verdienten, dass kaum jemand gerne gegen diese Abwehr spielen wollte, war rückblickend betrachtet durchaus als Anerkennung und Lob zu werten.
Auch gegen Großsachsens starke Rückraumreihe mit Jan Triebskorn (161 Tore) im rechten und Philipp Schulz (119 Tore) im linken Rückraum, behauptete sich die junge SV-Abwehr hervorragend.
Sicher half ihnen dabei, dass mit Jonas Gunst der Spielmacher und mit Kreisläufer Philipp Ulrich die wichtige Mittelachse im Gäste-Angriff verletzungsbedingt fehlte.
Und es half ihnen weiterhin, dass sie auch in diesem Spiel wieder einen etwas breiteren Kader aufbieten konnten und sich somit im Schlussspurt erneut einen Punktgewinn erkämpften. Denn wie bereits am vergangenen Wochenende, als sich die 64er in der letzten Spielminute nach einem zwei-Tore-Rückstand noch ein Unentschieden erkämpften, war dies auch gegen den Tabellenfünften wieder der Fall.
Tom Grieser in der 59. Spielminute und Philipp Hammann per Tempogegenstoß nach einem „Lattenkracher“ Philipp Schulz‘, sorgten auch in diesem Spiel noch für einen erfreulichen Punktgewinn, der jungen SV-Truppe, den diese auch wieder entsprechend bejubelte.
Dabei hätten die 64er auch in diesem Spiel viel früher alles klar machen können. Auch in diesem Spiel vergaben sie in der Schlussphase – völlig freistehend – beste Torchancen, wie beispielsweise die ansonsten sehr treffsicheren Benni Zellmer in der 53. oder Philipp Hammann in der 54. Spielminute alleine vor dem ebenfalls guten Torhüter Fraefel. Wären diese Chancen reingegangen, wäre es den Gästen eben nicht gelungen, durch eine Dreierserie zwischen der 53. und 55. Spielminute zum 25:27-Zwischenstand zu gelangen. Der an diesem Abend mit zehn Toren beste Großsachsener Spieler, Linksaußen Robin Unger, mit zwei sowie Jan Triebskorn mit einem Treffer, erzielten hier die Tore.
Es ist sicher auch in dieser Hinsicht ein Lernprozess der jungen SV-Truppe, dass sie in dieser Phase des Spieles – anders noch als in der Hinrunde, als solch knappe Spiele noch allesamt verloren wurden – dagegen hielten, an sich glaubten, weiter kämpften und sich damit zumindest mit einem Zähler selbst belohnten.
Dass Tom Grieser 15 Sekunden vor Spielende noch seine dritte Zeitstrafe erhielt, die SVler in Unterzahl die letzten Aktionen überstehen mussten, bestätigt weiterhin, dass sich die Zweibrücker Löwen weiter entwickelt haben.
Auch in taktischer Hinsicht war diese Partie für die Zuschauer, unter ihnen auch der Zweibrücker Oberbürgermeister Kurt Pirmann, durchaus interessant. Denn Gästetrainer Stefan Pohl hatte auf die Verletzungsproblematik bei seiner Mannschaft, möglicherweise aber auch im Hinblick auf die anerkannt gute Abwehrarbeit der offensiv ausgerichteten Zweibrücker Formation von der ersten Minute an im eigenen Angriff seinen Torhüter zugunsten eines siebten Feldspielers „rausgenommen“. Und anders noch als im Pokalfinale, als die 64er diese Situation nicht zur Zufriedenheit ihres Trainers Tony Hennersdorf gelöst hatten, klappten die Absprachen in diesem Spiel gut, verschoben die SVler schnell und beweglich und erkämpften sich Ballgewinne.
Allerdings erzielten sie dabei nur einen Treffer „ins verwaiste“ Großsachsener Gehäuse, scheiterten ansonsten einige Male im Ballvortrag. Dennoch gab Pohl diese taktische Variante bereits in der sechsten Spielminute wieder auf und es entwickelte sich dann ein spannendes Spiel zweier an diesem Abend gleichwertigen Mannschaften, mit wechselnden Führungen und letztlich einem leistungsgerechten Unentschieden. „Heute hat man wieder gesehen, wozu unsere junge Mannschaft eigentlich fähig ist“, freute sich Hennersdorf über diesen Punktgewinn, haderte aber auch schon ein wenig, dass es eben nicht zum Klassenerhalt gereicht hat.
Auf einen Blick:
SV 64 Zweibrücken:
Benedikt Berz und Rok Selakovic (bei einem 7m) im Tor – Tom Grieser 1, Nils Wöschler 2, Christopher Huber 4 – Benni Zellmer 4, Philipp Hammann 6 – Kian Schwarzer 4 – Dennis Götz 4/3, Marc Robin Eisel 2, Tomas Marusak 1, Tim Schaller, Max Sema, David Oetzel.
TVG Großsachsen:
Marius Fraefel und Sandro Sitter (bei einem 7m) im Tor – Jan Triebskorn 5, Denny Purucker 4, Philipp Schulz 3 – Simon Spilger 2, Robin Unger 10/3 – Alexej Rybakov 1, Jannik Schneider – Jan Straub, Michell Hildebrandt.
Zeitstrafen: 10:8 Min., rote Karte: Grieser (59.), Siebenmeter: 3/3 – 4/3, Zuschauer: 290 Schiedsrichter: Philip Jung / Dr. Mickel Washington.